Voraussetzungen, Struktur und Folgen von Siedlung und Landnutzung zur Zeit der Trichterbecher- und Einzelgrabkultur in Nordwestdeutschland

Ein Projekt des DFG SPP 1400 „Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung“

Der nordwestliche Teil Niedersachsens gehörte während des 4. und der 2. Hälfte des 3. Jt. v. Chr. zum Siedlungsgebiet der Westgruppe der Trichterbecherkultur und der nachfolgenden Einzelgrabkultur. Hiervon zeugen die immer noch zahlreich vorhandenen Groß­steingräber und Grabhügel; vereinzelt sind auch zeitgleiche Siedlungen und Depotfunde bekannt.

Somit bestehen gute Voraussetzungen zur Erforschung des Beziehungsgeflechts zwischen Siedlungen und Gräbern bzw. Grabmonumenten. Die gegenwärtig am NIhK im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1400 „Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung“ durchgeführten Untersuchungen konzentrieren sich auf fünf Kleinregionen, die sowohl den unmittelbaren Küstenraum als auch das Hinterland repräsentieren. In ihnen werden seit 2009 exemplarisch die strukturellen Zusammenhänge der genannten Fundplatzensembles offen gelegt. Diese primär mit archäologischen Methoden durchgeführten Untersuchungen werden von Moritz Mennenga durchgeführt. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der  Rekonstruktion der damaligen Vegetation um einerseits die chronologische Entwicklung des neolithischen Wirkens anhand stratigrafisch vorliegender Informationen abzusichern und andererseits das Ausmaß des neolithischen Einflusses auf die umliegende Landschaft besser erfassen zu können. Dazu wurden von Dr. Annette Kramer in den fünf Kleinregionen pollenanalytische Untersuchungen durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Literatur