Die Geschichte des Instituts

Die Geschichte des NIhK reicht bis in das Jahr 1936 zurück, als am Landesmuseum Hannover eine „Provinzialstelle für Marschen- und Wurtenforschung“ gegründet wurde. Sie wurde bereits zwei Jahre später nach Wilhelmshaven verlegt, wo die Arbeit der Provinzialstelle unmittelbar mit den Baumaßnahmen im Zuge des am Vorabend des 2. Weltkriegs erfolgten Aufbaus einer starken Marinebasis verbunden war. Die Wissenschaftler des Instituts erstellten vor allem Baugrundgutachten und führten Ausgrabungen im Bereich mehrerer Wurten durch, die durch die Baumaßnahmen gefährdet waren. 1947 nahm das Institut seine Arbeit wieder auf und erlangte unter dem Namen „Niedersächsische Landesstelle für Marschen- und Wurten­forschung“ schnell auch überregional Beachtung. Bis heute ist der Name des Instituts mit der von 1954 bis 1963 durchgeführten Ausgrabung der Dorfwurt Feddersen Wierde sowie der von 1971 bis 1986 erfolgten Erforschung mehrerer in der Gemarkung Flögeln, Ldkr. Cuxhaven, gelegenen Siedlungen verbunden, bei der nicht nur in großem Umfang Baumaschinen eingesetzt, sondern auch zahlreiche naturwissenschaftliche Analysen durchgeführt wurden. 1988 wurde das Institut schließlich in „Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung“(NIhK) umbenannt. Damit wurde auch im Namen deutlich, dass es sich verstärkt mit der Entwicklung des Meeresspiegels und dessen Folgen beschäftigte. Seit dem Beginn der 2000er Jahre werden in zunehmenden Maße auch das Wattenmeer und der Meeresboden von Nord- und Ostsee mit in die Forschungen einbezogen, um die dort verborgenen Relikte vergangener Zeiträume zu untersuchen. Mehr erfahren sie in dieser Broschüre (PDF-Download).