Der Sceatta Hort von Hesel – vorbereitet für die Redbad -Ausstellung

Die ab September 2026 in Leeuwarden im Fries Museum präsentierte Redbad-Ausstellung hat das Ziel, den Besuchern einen Einblick in das Leben der zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert in den so genannten friesischen Küstengebieten ansässigen Menschen zu vermitteln. Dazu sollen auch zahlreiche Funde gezeigt werden, die bei Grabungen des NIhK geborgen wurden und/oder zu den Highlights der Dauerausstellung des Ostfriesischen Landesmuseums Emden (OLME) gehören. Gegenwärtig gilt es deshalb, den gegenwärtigen Zustand aller im Fries Museum zu präsentierenden Objekte zu dokumentieren, gegebenenfalls letzte Restaurierungsarbeiten vorzunehmen und die Ausstellungstücke dann so zu verpacken, dass sie problemlos transportiert werden können. Dabei arbeiten das NIhK und das OLME eng zusammen. Eine besondere Herausforderung bildet dabei ein Münzschatz, der bereits 1838 im Bereich des Heseler Waldes im Landkreis Leer, nämlich in der Nähe des wüst gefallenen Klosters Barthe gefunden wurde. Er bestand ursprünglich aus mehr als 800 sogenannten Sceattas, von denen heute noch 729 Exemplare erhalten sind. Dabei handelt es sich um kleine Silbermünzen, die vor allem in der Zeit von der 2. Hälfte des 7. Jh. bis zur Mitte des 8. Jh. beispielsweise in Dorestad im Rheinmündungsgebiet oder in Ribe an der Westküste Dänemarks geschlagen wurden und damit im frühen Mittelalter den Beginn des monetären Systems markieren. Insbesondere im Bereich von Handelsplätzen des gesamten Nordseeküstengebiets wurden sie als Zahlungsmittel akzeptiert. Am 25.07. wurden die Münzen nun von P. Molina und C. Peek in die Restaurierungswerkstatt des NIhK gebracht. Dort führte S. Faupel eine detaillierte fotographische Dokumentation durch und verpackte die Sceattas anschließend in spezielle Transportdosen, so dass sie den Transport ins Fries Museum schadlos überstehen werden.