Sammlung Helgoländer Feuerstein in die Obhut des NIhK übergeben

Seit Jahrzehnten forscht der ehemalige Oberkustus des Drentsmuseum im nieder­ländischen Assen, Jaap Beuker, zu Helgoländer Feuerstein. Dabei geht es nicht nur um den bekannten roten Feuerstein, sondern auch um den gelben Flint, den sogenannten Knochenflint und vor allem den Helgoländer Plattenflint. 

Gerade letzterer scheint viel häufiger auf dem Festland genutzt worden zu sein, als man es noch vor Jahren erwartet hat. Diese Funde zeigen ganz besonders gut, wie schon in der Stein- und Bronzezeit Menschen, Waren über die Nordsee von Helgoland an das Festland gebracht haben. Gerade ist zu dem Thema ein Buch erschienen, das Jaap Beuker zusammen mit Kollegen aus Dänemark, Schleswig-Holstein aber auch Wilhelmshaven veröffentlicht hat. 

Um den Plattenflint sicher bestimmen zu können hat Jaap über eine lange Zeit Feuerstein aus unterschiedlichen natürlichen Vorkommen in Skandinavien, dem deutschen Festland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und natürlich von Helgoland gesammelt und damit eine große Vergleichssammlung aufgebaut. 

Dieses Lebenswerk hat er nun dem NIhK geschenkt, und damit in die Obhut von Martin Segschneider und Moritz Mennenga übergeben. Hier werden die Steine nun nicht nur archiviert, sondern für die tägliche Arbeit von Kolleginnen und Kollegen am Institut, aber auch für alle anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Verfügung gestellt. 

Diese einzigartige Vergleichssammlung dient als Grundlage, um die bereits vor 5000 Jahren im Nordseeraum bestehenden Handels- und Austauschbeziehungen rekonstruieren zu können.