Das neue NIhK-Fundmagazin: Keramikscherben, Schlacken und Steine ziehen um!

Seit mehr als 90 Jahren führt das NIhK archäologische Ausgrabungen vor allem in den Küstenräumen der südlichen Nordsee mit dem Ziel durch, zu rekonstruieren, welche Strategien die damaligen Gesellschaften in den unterschiedlichen Zeitabschnitten entwickelt haben, um unter den sich verändernden Umweltbedingungen leben und wirtschaften zu können. Da bis zum Mittelalter nur wenige Schriftquellen überliefert sind, kommt dabei der kulturhistorischen Auswertung der bei den Ausgrabungen geborgenen Gegenständen eine herausragende Bedeutung zu. Das gilt auch für die meist in großer Zahl zu bergenden Scherben von zerborstenen Gefäßen oder Schlacken- der Metall-verarbeitung aber auch aus unterschiedlichen Gesteinen hergestellten Werkzeugen und Geräten. Auch wenn diese Objekte nur einen geringen materiellen Wert besitzen, sind sie von unschätzbarer wissenschaftlichen Bedeutung, da erst die Analyse dieses Materials ermöglicht, Aussagen über das Alter der jeweiligen Siedlungen sowie über die Lebensgrundlage und wirtschaftliche Aktivitäten der ehemaligen Gesellschaften zu machen.

Nachdem das NIhK für die Aufbewahrung dieser Objekte über viele Jahrzehnte Lagerräume angemietet hatte, wurde dem Institut nun ein im Landesbesitz befindliches Gebäude zur langfristigen Nutzung zur Verfügung gestellt, so dass erhebliche Einsparungen möglich sind. In der 1. Maiwoche 2026 war es schließlich soweit, dass die in Kartons und Kisten verpackten und auf Paletten gestapelten Funde in das neue Depot gebracht und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des NIhK in den vorbereiteten Regalsystemen eingeordnet werden konnten.