Der 2. Teil der Dunum-Trilogie ist erschienen!

Dem zwischen 1966 und 1971 ausgegrabenen Gräberfeld von Dunum, Ldkr. Wittmund, wird in der Erforschung der frühmittelalterlichen Besiedlungsgeschichte des Nordseeküstenraums traditionell eine große Bedeutung beigemessen. Bereits in der Zeit vor 700 n. Chr. angelegt, wurde die Nekropole bis in das 10. Jh. n. Chr. hinein genutzt, sodass sich in den sich verändernden Bestattungsformen die gesellschaftlichen Umbrüche infolge der Integration des friesischen Königreichs in das fränkische Reich und der damit verbundenen Christianisierung widerspiegeln. Sichtbar wird das vor allem, wenn alle Beigaben, genauso wie die Konstruktion des Grabes und auch die Überreste der bestatteten Person mit in die Analyse einbezogen werden. Deshalb wurde für die Veröffentlichung dieses bedeutenden Gräberfelds festgelegt, dass alle verfügbaren Detailinformationen in Form eines Katalogs vorgelegt werden sollen, so dass die zukünftige Forschung alle für die Deutung und Auswertung der Nekropole erforderlichen Daten zur Verfügung hat. Allerdings ist der Umfang der Informationen so groß, dass der Katalog in drei Teilbände untergliedert werden muss. Nachdem bereits 2024 der erste Teilband zu den Gräben 1 bis 350 erschienen ist, erfolgte  nun die Auslieferung des zweiten Teilbandes durch den Verlag Marie Leidorf. Das NIhK organisiert derzeit den Versand an seine Tauschpartner. Der zweite Band  enthält alle von C. Peek zusammengetragenen Informationen zu den Gräbern 351 bis 550 und auch eine von S. Pohl verfasste Studie zu den Perlen von Dunum, welche von besonderer Bedeutung für die Datierung der Gräber ist. Der dritte. und damit letzte Teilband, welcher auch eine Auswertung aller organischen Artefakte, insbesondere der Textilien beinhalten wird, ist bereits in Druckvorbereitung und wird voraussichtlich zu Beginn des kommenden Jahres erscheinen.