Das NIhK präsentiert sich auf der Wilhelmshavener „Langen Nacht der Wissenschaft“

Nach einjähriger Pause fand am 14. August wieder eine von der Nordwestdeutschen Universitätsgesellschaft organisierte Lange Nacht der Wissenschaft statt. Veranstaltungsort war auch in diesem Jahr der Botanische Garten der Stadt Wilhelmshaven am Neuengrodener Weg. Das NIhK nahm diese Gelegenheit wahr, die Besucher ausführlich über seine Forschungen zu informieren und ihnen einen Einblick in die am Institut eingesetzten Methoden zu ermöglichen. Mit großem Interesse informierten sich die Besucher beim Team der Archäobotanik darüber, wie man aus fossilen Pollenkörnern die Vegetationsentwicklung während den letzten 15.000 Jahren seit der letzten Eiszeit im Küstenraum rekonstruieren kann. Viel Aufmerksamkeit fanden auch vom NIhK präsentierte Bohrkerne, die von den Geologinnen vor Ort geöffnet, dokumentiert und beprobt wurden, um den Besucherinnen und Besuchern an ihnen die jüngere Erdgeschichte und Sedimentationsdynamik an der Küste zu erklären. Dabei waren die Gäste eingeladen, die unterschiedlichen Sedimente selbst zu berühren und die Unterschiede in der Zusammensetzung der Schichten zu erfühlen. Ergänzt wurde dies durch die Simulation von Ebbe und Flut an Hand eines kleinen Geländemodells mit Wurten und Prielen. Welche Bedeutung für den Küstenschutz diese geologischen Forschungen haben, wurde außerdem in einem Vortrag auf der Bühne erläutert. Natürlich wurde auch darüber informiert, wie archäologischen Ausgrabungen durchgeführt werden, welche Funde dabei im nordwestdeutschen Küstenraum geborgen werden können und welche Aussagen sie über das Leben in der Vergangenheit zulassen. Welche Bedeutung dabei Gräber spielen, wurde ein einem weiteren Vortrag auf der Bühne erläutert. Einen besonderen Anziehungspunkt bildete auch in diesem Jahr wieder eine kleine Ausgrabungsfläche, in der ein aus zahlreichen Kindern bestehendes Ausgrabungsteam ein menschliches Skelett freilegte – dass es aus Kunststoff bestand, spielte für die jungen Forscherinnen und Forscher überhaupt keine Rolle.



