Feinarbeit mit großer Wirkung: Tunika gibt ihre Details preis

Seit Herbst 2025 werden am NIhK die Kleidungsstücke des um 700 n. Chr. im Moor bei Bernuthsfeld begrabenen Mannes im Rahmen eines durch das Land Niedersachsen geförderten Forschungsprojektes untersucht. In den vergangenen Tagen gelang nun die Durchführung eines sehr wichtigen Arbeitsschrittes. Die vor vielen Jahrzehnten zum Schutz der Tunika aufgelegte Gaze – ein hauchdünnes schleierartiges Gewebe –musste nun mit allergrößter Sorgfalt entfernt werden, um eine detaillierte Untersuchung der Fasern zu ermöglichen. Für diese Aufgabe konnte Pauline Marksteiner gewonnen werden, die sich als Studentin der abk Stuttgart besonders für die Konservierung und Restaurierung von Textilien engagiert. Nach Entfernen der Gaze zeigten sich die Strukturen der zur Tunika vernähten Gewebe erstmals wieder scharf konturiert und auch die Farben wirkten satt und leuchtend. In einem nächsten Arbeitsschritt sollen in den kommenden Wochen die Nähte der Tunika studiert, akribisch dokumentiert und weiterführende Faseranalysen durchgeführt werden.

