„Quo vadis?“ Küstenmuseum? Ideen für die zukünftige Konzeption im Kulturausschuss vorgestellt

Seit 2024 hat das NIhK die Aufgabe übernommen, im Rahmen des Projektes „Mensch & Meer“ wissenschaftlich fundierte Vorschläge für Themen und Exponate zu erarbeiten, die in Zukunft im Küstenmuseum Wilhelmshaven präsentiert werden könnten. Die Finanzierung für die im Juni 2026 abzuschließenden Arbeiten wurde auf Antrag des Küstenmuseums und des NIhK im Rahmen des Pro*Niedersachsen Programms - Kulturelles Erbe – Forschung und Vermittlung in ganz Niedersachsen“ vom Land Niedersachsen zur Verfügung gestellt.
Die gegenwärtig im Küstenmuseum gezeigte Dauerausstellung wurde bereits 2006 eröffnet und präsentiert schwerpunktmäßig die Besiedlungs- und Landschaftsgeschichte des nordwestdeutschen Küstenraums auf der Grundlage der bis zum Jahre 2000 durchgeführten Forschungen des NIhK. Die Geschichte der Stadt Wilhelmshaven selbst wird hingegen nur ausschnitthaft vorgestellt. Vor diesem Hintergrund wird seit langem in der Stadtgesellschaft diskutiert, welche inhaltlichen Schwerpunkte das Küstenmuseum zukünftig haben sollte und wie diese präsentiert werden können. Zugleich ist die Jahnhalle, in der das Küstenmuseum untergebracht ist, gegenwärtig in einem baulichen Zustand, der umfangreiche Renovierungs- und Klimaanpassungsmaßnahmen erforderlich macht, bevor die Installation einer neuen Dauerausstellung denkbar ist. Vor diesem Hintergrund wurde dem Kultur- und Wissenschaftsausschuss am 02.06.2026 vom Projektleiter Prof. Hauke Jöns und der Projektmitarbeiterin Dr. Ines Siemers-Klenner erläutert, dass sich die Arbeiten im Projekt darauf konzentriert haben, ca. 60 Themen der Landschafts- und Besiedlungsgeschichte des Raums Wilhelmshaven sowie der Stadtgeschichte zusammenfassend darzustellen und Vorschläge für ihre Präsentation zu erarbeiten. Einem in Zukunft ggf. zu beauftragenden Ausstellungsbüro kann somit eine wissenschaftlich fundierte Materialsammlung an die Hand gegeben werden. Zusätzlich sollen diese Themen in populärwissenschaftlicher Form für interessierte Bürger und Touristen als Buch zur Verfügung gesstellt werden.
Darüber hinaus wurde in Kooperation mit den in Wilhelmshaven ansässigen wissenschaftlichen Einrichtung eine aus 26 Roll-ups bestehende Ausstellung erstellt und in Teilen dem Kulturausschuss präsentiert, in der die von Wilhelmshaven aus betriebene Forschung vorgestellt wird.

