Eine Neukonzeption für das Küstenmuseums Wilhelmshaven: Das Projekt: „MENSCH und MEER“

Seit langem wird in der Wilhelmshavener Stadtgesellschaft darüber diskutiert, in welcher Weise die gegenwärtig im Küstenmuseum Wilhelmshaven seit 2006 gezeigte Dauerausstellung verändert, ergänzt oder gar vollständig neu gestaltet werden kann bzw. sollte. Im Fokus steht dabei meist die Frage, welchen Raum die noch junge Geschichte der Stadt selbst einnehmen sollte, da die ursprünglich geplante wirtschaftsgeschichtliche Abteilung des Museums bislang nie realisiert worden ist.
Vor diesem Hintergrund haben sich das Küstenmuseum Wilhelmshaven und das Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung 2022 gemeinsam an der der Pilotausschreibung des vom Land Niedersachsen im Pro*Niedersachsenprogramm "Forschung und Vermittlung für ganz Niedersachsen" beteiligt um unter dem Projekttitel „MENSCH und MEER“ für das Küstenmuseum eine neue, auf den Ergebnissen der aktuellen Forschung basierende inhaltliche Konzeption zu erarbeiten.
Ziel des Projektes ist dabei nicht, eine konkrete detaillierte Planung für die Gestaltung des Museums zu erarbeiten, sondern vielmehr Themen zu identifizieren und zu beschreiben sowie Vorschläge für entsprechende Exponate und Inszenierungen zu machen, die geeignet wären, bei der Erarbeitung einer modifizierten bzw. neu gestalteten Dauerausstellung als Highlights vorgestellt zu werden.
Dazu gehören die massiven Veränderungen des Küstenverlaufs während der vergangenen Jahrtausende genauso wie die Ergebnisse der Ausgrabungen an der frühmittelalterlichen Wurt Hessens oder der spätmittelalterlichen Siebethsburg. Aber auch die Etablierung der preußischen und später gesamtdeutschen Marine- und Handelsstadt Wilhelmshaven wird genauso aufgearbeitet wie die Geschichte des bedeutenden Ölhafens sowie die Entstehung des modernen Energie hubs.
Besondere Beachtung wird auch die Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Wilhelmshaven und der aktuell in den vor Ort ansässigen Instituten und Hochschulen laufenden Forschungen finden, denen eine im Küstenmuseum zu präsentierende Sonderausstellung gewidmet werden soll.
Weitere Informationen zu den das Projekt unterstützenden wissenschaftlichen Institutionen finden Sie hier:
Die Koordination des Projektes haben Dr. Ines Siemers-Klenner und Prof. Dr. Hauke Jöns übernommen.





