Konserviert im Sediment: Blockbergung von Trottellummen-Skelettresten in der Borgsumburg

Trottellummen sind felsenbrütende Meeresvögel, die zum Beispiel auf Helgoland vorkommen, aber nicht an der Wattenmeerküste. Im Rahmen der Ausgrabungen in der frühmittelalterlichen Borgsumburg auf der nordfriesischen Insel Föhr wurden nun in etwa 2 m Tiefe mehrere Teilskelette von Trottellummen entdeckt, deren Bergung aufgrund der guten Erhaltung mit teilweise noch vorhandener Befiederung in drei Blöcken erfolgte. Die Bearbeitung dieser außergewöhnlichen Funde geschieht in Zusammenarbeit mit Natascha Alexandra Kipke, MA (LEIZA) und Prof. Ben Krause-Kyora (Univ. Kiel).

Die nach der Bergung eingefrorenen und nun wieder aufgetauten Blöcke mit den Trottellummenresten konnten jetzt durch das Team des Borgsumburg-Projektes (Dr. Martin Segschneider, Dr. Kirsten Hüser und Pière Leon Frederiks MSc) gemeinsam mit Natascha Kipke in der Restaurierungswerkstatt des NIhK schichtweise abgetragen werden. Neben den Knochen und Federn der Vögel ließen sich noch weitere Funde wie Miesmuschelschalen, Holzstücke und Tierhaare in den Erdblöcken entdecken. Für genetische Untersuchungen wurden im Zuge der Freipräparierung aus dem umgebenden Boden sowie von den Trottellummen-Federn der Trottellummen DNA-Proben genommen.