Das „Schultertuch“ des Mannes von Bernuthsfeld digital dokumentiert

Im September 2026 eröffnete die im Interreg VI-Programm Deutschland–Niederlande geförderte Sonderausstellung „REDBAD: der legendäre König“ im Fries Museum in Leeuwarden. Teil der Ausstellung ist auch die Tunika des Mannes von Bernuthsfeld, welche zuvor am NIhK im Rahmen des durch das Land Niedersachsen geförderten Forschungsprojektes „Qualität und Nachhaltigkeit um 700 AD: Die Kleidung des Mannes von Bernuthsfeld“ umfassend analysiert wurde.

Im Austausch gegen die Tunika gelangte nun ein zweites Kleidungsstück des Bestatteten, nämlich das so genannte „Schultertuch“ nach Wilhelmshaven. Unmittelbar nach der Ankunft wurde mit der Dokumentation der Gewebeoberfläche begonnen. Dabei wurde mit Hilfe eines Digitalmikroskops jedes aussagekräftige Detail des Textils fotografiert und anschließend kartiert. 

Durchgeführt wurden diese Arbeiten von Nadine Dopslaff, die von 2024 bis 2025 ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sachgebiet Textilarchäologie und Gräberfeldanalyse des NIhK absolviert hat, bevor sie ihr Studium im Bachelorstudiengang Konservierung/Restaurierung/Grabungstechnik der HTW Berlin begonnen hat. Für diese Arbeiten ist sie nun nach Wilhelmshaven zurückgekehrt und hat die Forschungen des Instituts erneut tatkräftig unterstützt. 

Die Dokumentation selbst sollen gemeinsam mit den bei den technologischen Untersuchungen gewonnenen Ergebnissen im Verlauf des Forschungsprojektes vollumfänglich Open Access veröffentlicht werden, so dass diese zukünftig der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.