SUBNORDICA – Ein europäisches Projekt zur Erforschung versunkener Landschaften in Nord- und Ostsee

In einem Verbund mit drei internationalen Partnerinstitutionen ist es dem Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK) gelungen, eine Forschungsförderung durch den Europäischen Forschungsrat (ERC) zu erlangen.

Das als „ERC Synergy Grant“ geförderte Projekt SUBNORDICA wird sich mit der Erforschung der versunkenen Landschaften in Nord- und Ostsee beschäftigen. Dort haben sich Spuren und Siedlungsplätze der steinzeitlichen Menschen besonders gut erhalten. Sie können Aufschluss über die Entwicklung und Vielfalt der damaligen Kulturen geben und erlauben einen genauen Blick auf die Anpassung der Menschen an den steigenden Meeresspiegel nach der letzten Eiszeit. Die Bereiche, in denen mit kulturellen Hinterlassenschaften zu rechnen ist, sind bisher besonders schwer zu lokalisieren, da sie häufig von mächtigen Meeressedimenten bedeckt sind.

Gleichzeitig sind die Siedlungsplätze in den versunkenen Landschaften aufgrund der Bauaktivitäten im Off-shore Bereich akut gefährdet.

Gemeinsam mit den Antragspartnern der Universitäten Bradford (UK) und Aarhus (DK) sowie dem Museum Moesgaard (DK) sollen deshalb anhand von Erkenntnissen aus der Ostsee neue Methoden zur Lokalisierung und Untersuchung der schwer zugänglichen archäologischen Fundplätze in der Nordsee entwickelt werden.

Im NIhK wird sich das Team um Projektleiterin Dr. Svea Mahlstedt vor allem mit den versunkenen Wäldern und Siedlungsplätzen in der südlichen Ostsee beschäftigen, aber auch an Forschungsfahrten auf der Nordsee beteiligt sein.

Im Rahmen eines Pressetermins am 26.10.2023 stellte das SUBNORDIC-Team des NIhK sich und die Pläne für das kommende Projekt vor. Der Projektbeginn ist für die erste Jahreshälfte 2024 geplant.

 

Die Pressemitteilungen stehen zum Download bereit:

Pressemitteilung SUBNORDICA in deutsch vom 26.10.2023

Pressemitteilung SUBNORDICA in englisch vom 26.10.2023