Unterwasser-Roboter untersuchen Steinzeit in der Ostsee

Vom 20. bis 23.08.2020 wurden in Kooperation mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts Universität zu Kiel, dem Institut für den Schutz maritimer Infrastruktur des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) in Bremerhaven sowie dem Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven unterwasserarchäologische Prospektionen in der Kieler Bucht  von Bord des Forschungskutters Littorina durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchungen konnten am 20. und 21. 8.2020 das Umfeld der am NIhK erforschten mittelsteinzeitlichen Fundstelle Strande LA 163 mit verschiedenen geophysikalischen Techniken wie Side-Scan und Sub-Bottom-Profiling dokumentiert werden. Dabei kam ein AUV (autonomous underwater vehicle) namens SeaCat des DLR zum Einsatz, dass selbstständig auf einer beliebigen Tauchtiefe Raster abschwimmen kann und neben zahlreichen geophysikalischen Daten auch Videodaten gewinnt. Zusätzlich wurde ein so genanntes ROV (remote operated vehicel) des DLR eingesetzt, das mit Sonar und Kamera ausgestattet an einem Kabel zu entdeckten Anomalien tauchen konnte und Sonar und Video-Daten in Echtzeit an Bord der Littorina lieferte.

Neben der erneuten, teils präziseren Dokumentation bereits bekannter Befunde im Umfeld der Fundstelle Strande LA 163, wie zum Beispiel den Resten eines britischen Bombers aus dem 2. Weltkrieg und einem ungewöhnlichen Ring aus Steinen, wird vor allem die Auswertung der zusätzlichen seismischen Daten wertvolle weitere Informationen für das Projekt liefern.