Von der Scherbe zum 3D-Modell

Bei den Ausgrabungen haben wir einige besondere Fundstücke gemacht. Am Beispiel eines Keramikgefäßes aus der Grabkammer zeigen wir noch einmal, was mit den Funden alles passiert. Als erstes werden die Funde natürlich entdeckt und die genaue Position vermerkt und sie auch an dieser Stelle (in situ) zentimetergenau eingemessen und dokumentiert. Es wird dann versucht das Gefäß im Ganzen (im Block) zu bergen, was aber nicht in allen Fällen möglich ist. In diesem Falle werden die Scherben möglichst zusammenhängend und vorsichtig freipräpariert und entnommen und dann auf schnellstem Wege in die Restaurierungswerkstatt gebracht. Dort werden sie dann gewaschen, unter Umständen gefestigt und wieder zusammengesetzt. So wird das Gefäß wieder hergestellt. Nun folgt die Fotosession beim Fotografen in der klassische Ansichtsaufnahmen gemacht werden, aber auch ganze Serien von Bildern, die das Gefäß vollständig abdecken. Daraus kann nun ein 3D Modell berechnet werden und so muss das Objekt nicht bei jedem Arbeitsschritt wieder aus der Kiste geholt, sonder kann auch virtuell betrachtet werden.