Mit schwerem Gerät in die Tiefe

Die landschaftsarchäologischen Untersuchungen in der Mahndorfer Marsch (Bremen) in Kooperation mit der Landesarchäologie Bremen sind wieder gestartet. Dabei sollen vor allem auch die tieferen Schichten untersucht werden. Die Bohrungen reichen mehrere Meter in die Tiefe und werden in PVC-Linern zur weiteren Untersuchung ins Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven transportiert. Erste feldbodenkundliche Bohrungen im letzten Jahr haben gezeigt, dass sich die Flussläufe in dem Gebiet immer wieder veränderten. Überschwemmungen lagerten zudem dicke Sedimentpakete ab. In dieser sehr wechselhaften Landschaft bestanden trotzdem auch Siedlungen. Die Bewohner hatten sich auf die extremen Bedingungen eingestellt und nutzen Phasen mit wenigen Überschwemmungen oder Kuppen in der Landschaft. Die nun gewonnenen Bohrkerne ermöglichen detaillierte Laboruntersuchungen, um die genauen Siedlungsbedingungen zu verschiedenen Zeiten rekonstruieren zu können.