Mit Schiff, AUV und Forschergeist - Geophysik vor Strande

Vom 12. bis 16. April 2021 beteiligte sich das NIhK im Rahmen des Projektes Strande LA 163 erneut an einer vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem Institut für den Schutz maritimer Infrastruktur des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) initiierten geophysikalischen Prospektion in der Kieler Bucht  von Bord des Forschungskutters Littorina. Mit Hilfe des AUV (autonomous underwater vehicle) SeaCat des DLR wurde im Bereich des Fundplatzes Strande LA 163 Daten für eine detaillierte Bathymetrie gewonnen. Auf Basis dieser neuen Daten lässt sich eine Messdiskrepanz zwischen den bisherigen seismischen und den von Tauchern per Computer Vision Photogrammetry erzeugten dreidimensionalen Daten validieren.

 Zusätzlich konnten durch die Unterstützung des Geophysikers Dennis Wilken vom Arbeitsbereich Angewandte Geophysik des Instituts für Geowissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Sedimentsonar Daten produziert werden, dank derer die Paläotopographie präziser nachgezeichnet werden kann. Insbesondere soll der Verlauf einer eiszeitlichen Rinne im weiteren Umfeld der Fundstelle präzisiert werden, um einen möglichen Verkehrsweg ins Hinterland für die mittelsteinzeitlichen Wildbeuter zu präzisieren.