Bohrkartierung am Moor

Zur Rekonstruktion der naturräumlichen Bedingungen während der Steinzeit hat ein kleines Team des NIhK bei strahlendem Sonnenschein eine feldbodenkundliche Bohrkartierung in der Nähe der Ortschaft Osteel, Lkr. Aurich, durchgeführt.

Dort hatten bereits im vergangenen Jahr im Rahmen des DFG-Projekts „Das Mesolithikum in Nordwestdeutschland: Ein archäologischer Survey nach Fundplätzen mit Feuchtbodenerhaltung“ archäologische Untersuchungen stattgefunden. Im Grabungsschnitt zeigte sich eine spannende Stratigraphie, in der sowohl die zunehmende Vernässung durch den schnellen Meeresspiegelanstieg nach der letzten Eiszeit, als auch der sehr viel spätere Einbruch der Leybucht gut zu erkennen war war.

Anhand der Bohrungen konnte das Team aus Archäologinnen und Bodenkundlerinnen nun die Ausdehnung der Vernässungsschichten im Umfeld des steinzeitlichen Fundplatzes ebenso wie die Grenze des marinen Einflusses in der Leybucht erfassen. Weitere Untersuchungen zur Feinstratigraphie der zunehmenden Vermoorung sind geplant.