Ausgrabungen in der Burg bei Borgsum auf Föhr beendet

Anfang September 2021 endete die diesjährige Ausgrabungskampagne des Projektes „Die Borgsumburg – Ein archäologisches Juwel auf der nordfriesischen Insel Föhr“ mit vielen neuen Erkenntnissen und Eindrücken.

Mit Hilfe von Studierenden der Universitäten Kiel und Tübingen sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern wurde unter der Leitung von Dr. Kirsten Hüser und Pière Leon Frederiks MSc hauptsächlich ein Grabungsschnitt aus dem Jahr 1951 erneut freigelegt und mit aktuellen Methoden dokumentiert und untersucht. Hierbei konnten die Wände und Fußböden von mehreren Grassodenhäusern erfasst werden, die radial angeordnet im Inneren des gewaltigen Burgwalls erbaut waren. Die aktuellen Untersuchungen zeigten in Ergänzung zu den Altgrabungen der 1950er Jahre ein deutlich differenziertes Bild der mehrphasigen Anlage mit einer dichteren Innenbebauung als bisher angenommen. Auch über die Konstruktion der Häuser ließen sich neue Erkenntnisse gewinnen. Weitere Anhaltspunkte für die Datierung der einzelnen Phasen liefern Funde von Keramikfragmenten, darunter ein fast vollständiger Topf aus Haithabu-Drehscheibenware, und mehrere Perlen aus Glas.